Am 23.11.2019 fand in Nizza (Frankreich) das 5. Internationale Torballturnier für Damen statt, zu dem auch unsere Damenmannschaft bestehend aus Claudia Obermeier, Zuzana Sedlackova und der Leihgabe aus Salzburg, Sarah Traugott, eingeladen war. Insgesamt nahmen acht Teams aus 5 Nationen teil. Betreut wurde das Team von Elke Averesch, einer ehemaligen deutschen Nationalspielerin aus Marburg (Hessen).

Bei strömendem Regen wurden unsere Damen von den Organisatoren aus Nizza empfangen. Schon zu Beginn wurde mitgeteilt, dass es wohl schon seit einer Woche regnete und deshalb kurzfristig eine andere Halle gemietet werden musste.

Das Turnier an sich verlief durchschnittlich gut. Das erste Spiel fand gleich gegen die Damen aus Mol (Belgien) statt. Dabei gingen die Torballerinnen des VBSC mit 3:0 in Führung. Leider konnten sie die Führung jedoch nicht halten und das Spiel ging am Schluss dann doch noch 3:3 unentschieden aus. Das zweite Spiel gegen Besançon verloren sie leider knapp mit 2:4. Das Spiel gegen Bozen war wieder ein Unentschieden. Bei dem Spiel gegen Lyon gab es dann endlich einen Sieg mit 2:1. Daraufhin verloren die Damen des VBSC aber wieder das Spiel gegen Stuttgart mit 4:1. Gegen Graz gewannen sie dann wieder mit 6:3. Das war jedoch der letzte Sieg, denn gegen Nizza mussten die Damen sich dann wieder mit einem 1:5 geschlagen geben.

Es wurde nun nicht nur der 1. bis 4. Rang ausgespielt, sondern auch die hinteren Platzierungen. Leider kamen die Damen aus Vorarlberg um einen Punkt nicht ins Halbfinale und spielten gegen Lyon um Platz 5. Diesen Platz konnten sie halten, denn sie gewannen das Spiel mit 5.3.

Nach dem Turnier sollte dann die Siegerehrung in der Halle und anschliessend der Transport zuerst zum Hotel und dann zu einem italienischen Restaurant stattfinden. Es hatte jedoch den ganzen Tag kräftig weitergeregnet. Und somit hiess es, was zunächst alle für einen Scherz hielten, dass kein Transport möglich wäre, weil die Strassen überflutet wären. Vielleicht müsste man sogar in der Halle übernachten. Die sanitären Anlagen könnte man dann aber nicht mehr benutzen, da bereits einiges schon aus den Abflüssen quoll. Nun gab es gute Musik und ein lustiges Beisammensein in der Halle mit einem kleinen Imbiss. So gegen halb zehn konnten die Teams dann doch zum Hotel gefahren werden, um den Abend dort zu verbringen. Und obwohl auch der Flughafen am Samstag kurzzeitig gesperrt war, kamen am nächsten Tag alle Teams wieder wohlbehalten zu Hause an.

 

Tabelle:

1.      Besançon

2.      Graz

3.      Nizza

4.      Stuttgart

5.      Vorarlberg

6.      Lyon

7.      Bozen

8.      Mol

Der VBSC Gratulliert allen Sportlerinnen zu Ihrem Erfolg.

 

 



Sydney 17. Oktober 2019 - Ein historischer Tag für den österreichischen Blindenschießsport! Patrick Moor und Ehefrau Daniela bereiten sich auf den letzten Wettkampf der World Shooting Para Championship, der Weltmeisterschaft für Para-Sportschützen, vor. Ein leichtes Frühstück, dann ab mit dem Bus zur Shooting Hall. Es verspricht ein heißer Tag zu werden und bei der Ankunft am Wettkampfort beobachten ein paar Kängurus neugierig das Geschehen.

Moor, der aufgrund einer Netzhauterkrankung einen großteil seines Augenlichts eingebüßt hat, beschließt vor dem Qualifikationsdurchgang nochmals die Knöpfe bei der Schießjacke kontrollieren zu lassen. "Alles ok" - diese Antwort ist eine gute Basis den letzten Wettkampftag zu beginnen. Doch dann kommt alles anders, als erwartet: Die ersten zehn Schuss misslingen komplett, Moor stellt sein Können in Frage. Die Erwartungshaltung, eine Medaille zu erobern (hier sein Interview vor der WM), scheint ihn zu erdrücken. Der außerordentliche Stellenwert einer WM sowie das umgewohnte Umfeld tausende Kilometer von zu Hause entfernt scheinen ein unüberwindbares Hindernis zu werden.
Patrick Moor braucht in Sydney Zeit, um seine Form zu finden. Foto (c) Narelle Spangher, International Paralympic Committee

Es braucht ein paar Setupkorrekturen, um die Ergebnisse wieder in Richtung gewohnter, starker Trainingsergebnisse zu bringen. Die misslungenen Schüsse drücken das Ergebnis trotzdem auf 527,2 Ringe, eine recht ungewohnte Situation für den sonst so erfolgsverwöhnten Moor. Als Sechstplatzierter schafft er es gerade noch, ins Finale einzuziehen.

Dort läuft es aber wesentlich besser für Österreichs besten Blindenschützen, der an der technischen Weiterentwicklung der Sportart massiv beteiligt war. Nach der ersten 5-Schussserie belegt er den 3. Platz und kämpft sich mit der zweiten 5-Schussserie auf den 2. Platz.
Moor steigert sich kontinuierlich, am Ende wird er mit Silber belohnt. Foto (c) Narelle Spangher, International Paralympic Committee

Moor greift zwischenzeitlich sogar nach Gold: Zwischen dem 10. und 24. Schuss rückt der Weltmeistertitel in greifbare Nähe. Doch Moor's größte Konkurrentin, Barbara Moskal, steigert sich ebenso von Schuss zu Schuss und bringt eine überragende Leistung. Die Goldmedaille geht somit nach Polen, Silber nach Österreich und Bronze an den Engländer Michael Whapples.

Für Moor, der am 11. Oktober seinen 50. Geburtstag gefeiert hat, ist die Silbermedaille dennoch ein schönes nachträgliches Geburtstagsgeschenk.

Bronze für Moor beim ersten offiziellen World Shooting Para Sport (WSPS) – WorldCup in Osijek/Kroatien

Die Woche vom 23. bis 30. Juli war sehr heiß und anstrengend für alle Teilnehmer des ersten offiziellen World Shooting Para Sport (WSPS)-WorldCup Osijek 2019. Die Sportstätten des Luft- und Kleinkaliberbewerbs waren 10 Kilometer voneinander entfernt, die Unterkünfte sogar bis zu 35 Kilometer.

Die hohen Temperaturen waren eine täglich neue Herausforderung. Die ersten Tage begannen mit Equipment Control und freiem Training. Am Donnerstag begann das Pre-Event-Training für SHVI standing. Patrick Moor erzielte im Training gute Ringzahlen. Am Freitag begann der Wettkampf für SHVI standing schon um 8:30 Uhr. Das bedeutete für Moor und sein Team, bereits vor 7 Uhr das Hotel verlassen zu müssen – eine zusätzliche Anstrengung. Bei der SHVI standing Qualifikation holte sich der Vorarlberger den dritten Platz. Ebenso konnte er Platz 3 (Bronze) aus dem Finale tragen. Leider traf Moor bei seinem letzten Schuss nur eine 5,5. Eine 5,8 hätte für Silber gereicht, das ist ärgerlich.

Beim Pre-Event Training am Samstag für den Bewerb SHVI prone, startete Moor wieder zufrieden. Mit einer Ringzahl von 608,3 beendete er den Tag.

Am darauffolgenden morgen, war es geschehen. Patrick hatte in der Nacht vergessen die Klimaanlage im Hotel abzuschalten und konnte am Morgen seinen Kopf nicht mehr drehen. Die Physiotherapeutin und Assistentin Pauline vom ParaTrap-Schützen Raimund Hengl versuchte beim Frühstück noch ihr Bestes. Die Beweglichkeit besserte sich, doch es schmerzte höllisch.
Die Qualifikation SHVI prone brachte Moor ebenfalls mit Platz 3 zu Ende. Im Finale musste er sich dann mit dem Platz 7 zufriedengeben.
Nach dem Worldcup beginnen nun die Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft im Oktober in Sydney. Wir hoffen, einen top fitten Moor Patrick am Start zu sehen.

Vizetitel für Vorarlbergs Damen

Am 12. Oktober 2019 fanden in Dornbirn die 35. Österreichischen Meisterschaften im Blindentorball statt. Bei den Damen sogar mit internationaler Beteiligung (zwei Mannschaften aus Bozen/Italien), welche jedoch außerhalb der Wertung teilnahmen.

Die VBSC Damen, mit den Spielerinnen Zuzana Sedlackova, Claudia Obermeier, Anna Sophie Thöni und Sarah Traugott (Leihspielerin aus Salzburg) starteten zunächst mit einem überragenden Sieg gegen das Team Bozen 2. Danach lief es jedoch in der Vorrunde nicht mehr so gut, weil die Spiele gegen Wien nur knapp und gegen Tirol dann doch höher verloren wurden. Das Spiel gegen die Frauen aus Graz konnten die Vorarlbergerinnen dann aber wieder für sich entscheiden, genauso wie das Spiel gegen Bozen 1.

Somit waren die Vorarlberger Damen nach der Vorrunde auf dem 3. Platz gelandet und trafen im Halbfinale wieder auf die Wienerinnen. Dieses Spiel gewannen die Frauen aus Vorarlberg dann am Ende knapp mit einem spannenden 3:2. Im Finale traten die Vorarlbergerinnen dann erneut gegen das Team aus Tirol an. Diesmal war der Torballgott aber nicht mit ihnen, denn obwohl sie zuerst in Führung gingen, verloren sie doch am Ende mit 1:3, konnten sich dann aber über den Vizetitel freuen.

das Vbsc Herrenteam mit den Spielern, Simon Eigeldinger, Raphael Huber, Bernhard Eller und Karl-Heinz Ritter besiegten in der Vorrunde Graz 2, Salzburg Wien und holten sich ein Unentschieden gegen Graz 1. Sie hatten somit gleichviel Punkte wie die Viertplatzierten nach der Vorrunde. Leider verpassten sie nur durch ein schlechteres Torverhältnis den aufstieg ins Halbfinale und beendeten Somit das Meisterschaftsturnier auf dem 5. Rang.

Ulrich Eggenberger und Katerina Sedlackova betreuten dabei die beiden Teams.

Die Siegerehrung wurde mit VBSV Präsident Edgar Mayer, Torballreferent Fladimier Vasic und Karl-Heinz Ritter im Kolpinghaus durchgeführt.

Der VBSC bedankt sich bei allen Helferinnen und Helfern, für ihren unermüdlichen Einsatz.  Danke auch an die Sponsoren für ihre großzügige Unterstützung.

 

Int. Tabelle der Damen:

1. Tirol

2. Vorarlberg

3. Wien

4. Bozen 1

5. Graz

6. Bozen 2

 

ÖM-Tabelle

1. Tirol

2. Vorarlberg

3. Wien

4. Graz

 

Tabelle der Herren

1. Tirol 1

2. Oberösterreich

3. Graz 2

4. Graz 1

5. Vorarlberg

6. Tirol 2

7. Salzburg

8. Wien

 

 

Sponsoren:

Vorarlberger Landesregierung und Sportabteilung Stadt Dornbirn Thöni Hoch und Tiefbau Ges.M.B.H & Co Kg Elternselbsthilfe für sehgeschädigte und blinde Kinder Vorarlberg Spar Österreich VIDEBIS GmbH Schwendinger Stefan Österreichischer Behindertensportverband ÖBSV Vorarlberger Behindertensportverband VBSV AUVA Allgemeine Umfallversicherungsanstalt Pfanner Fruchsäfte

 

Bericht von Claudia Obermeier und Karl-Heinz Ritter.

Fotos Werner Schwendinger

Vbg. Blindensportclub VBSC

 

 

Am 26. November 2018 fand im Olympiazentrum in Dornbirn die Generalversammlung des VBSV statt. Josef Fink stellte sich nicht mehr zur Wahl des Präsidenten, da er für uns einen würdigen kompetenten Nachfolger gefunden hat.

 

Der neue Präsident des VBSV ist ab sofort Bundesratspräsident Edgar Mayer.

 

Wir vom VBSC bedanken uns recht herzlich für die gute und immer sehr professionelle Zusammenarbeit mit Josef Fink und wünschen Ihm als Ehrenmitglied des VBSV viel Gesundheit und alles Gute.

 

Dem neuen Präsidenten Edgar Mayer gratulieren wir zur erfolgreichen Wahl und hoffen auf gute Zusammenarbeit.  Unser Motto: „zemma stark“. In diesem Sinn, alles Gute und „Glück auf“